Das Schwarzbuch

Das Schwarzbuch, die Veröffentlichung des Verhandlungsprotokolls, erschien unmittelbar nach Prozessende Mitte Februar 1949. Der Text beruht auf den Tonbandmitschnitten der Gerichtsverhandlung.(1) Das Schwarzbuch wurde auch in einer deutschen, einer französischen und einer englischen Ausgabe herausgegeben.(2) Im Deutschen trägt es den Titel Der Prozeß József Mindszenty. Nach dem Verhandlungsprotokoll. Es beinhaltet die Anklageschrift, Auszüge aus den Vernehmungsprotokollen, die Plädoyers des Staatsanwalts und von Mindszentys Verteidiger, die Schlussworte der Angeklagten sowie das Urteil und die Urteilsbegründung. Die Zeugenaussagen und einzelne Abschnitte aus den Vernehmungen der Angeklagten fehlen dagegen.

In der Einleitung werfen die Herausgeber der westlichen Presse „Voreingenommenheit“ und „bösen Willen“ in deren Berichterstattung vor. Die ausländischen Medien würden „westliche Propaganda“ verbreiten. Das Schwarzbuch sei daher nun für diejenigen gedacht, die „die Wahrheit über die Affäre Mindszenty erfahren“ wollten.(3) Diese „Wahrheit“ sei, dass die ungarische Regierung durch den Prozess eine Verschwörung öffentlich bekannt gemacht habe. Es sei ein bevorstehender Staatsstreich verhindert worden, der mit Hilfe eines Dritten Weltkriegs herbeigeführt werden sollte. Auch eine Verbindung zu den USA habe nachgewiesen werden können. Das alles sei nun im Schwarzbuch für die Öffentlichkeit nachlesbar.

Das SchwarzbuchDas Schwarzbuch

StaatsfeindeStaatsfeinde

Argumentum ad hominemArgumentum ad hominem

Der Dritte WeltkriegDer Dritte Weltkrieg

Erklärung der AuslandsjournalistenErklärung der Auslandsjournalisten

Die Kommentare wurden geschlossen