Erinnerungen der westlichen Beobachter

Einige der westlichen Prozessbeobachter veröffentlichten viele Jahre später ihre Memoiren. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um die Erinnerungen von Diplomaten an ihre Tätigkeiten im Dienste ihrer Staaten. Manche von ihnen, wie Charles E. Bohlen hatten ihrem Land lange in Moskau gedient, andere – wie der Brite Fitzroy Maclean – waren nur für wenige Jahre in der Sowjetunion aktiv. Gemeinsam ist allen Memoiren, dass sie sich mit den großen stalinistischen Säuberungen und den Moskauer Schauprozessen der 1930er Jahre vergleichsweise intensiv auseinandersetzen. Die meisten hatten diese Zeit vor Ort in Moskau miterlebt.

Die Eindrücke, die sich insbesondere über die Moskauer Schauprozesse festgesetzt hatten, zeugen trotz des gewissen zeitlichen Abstandes davon, wie intensiv die Wirkkraft der Prozesse auf die anwesenden Prozessbeobachter aus dem Westen war. Es werden Vermutungen darüber angestellt, welchen Sinn und Zweck diese Prozesse verfolgten und wie sich das Verhalten der Angeklagten erklären lasse.

Wie stark das Geschehen die westlichen Beobachter bereits während der Prozesstage beschäftigte, lässt sich auch daran erkennen, dass es – insbesondere auf amerikanischer Seite – am Ende eines Verhandlungstages, mitten in der Nacht, regelmäßig noch zu Diskussionsrunden über das zuvor Gesehene und Gehörte kam.

Robert CoulondreRobert Coulondre

Fitzroy MacleanFitzroy Maclean

Charles E. BohlenCharles E. Bohlen

Charles E. Bohlen IICharles E. Bohlen II

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