1938: der 3. Moskauer Prozess

Der Prozess gegen den “Block der Rechten und Trotzkisten”, der vom 2. bis zum 13. März im Oktobersaal des Moskauer Hauses der Gewerkschaften stattfand, war der letzte und bekannteste der drei Moskauer Schauprozesse. Er sollte die Inszenierung zur Perfektion bringen. Auf der Anklagebank saßen – wie in den vorherigen Prozessen – führende kommunistische Parteimitglieder und hohe Funktionäre des Staatsapparates. Die bekanntesten waren Nikolaj I. Bucharin, Aleksej I. Rykov, Genrich G. Jagoda und Nikolaj N. Krestinskij. Insgesamt waren es 21 Angeklagte, weswegen dieses Verfahren auch “Prozess der 21” genannt wird. Sie alle sollten zur Ausführung von Sabotage- und Spionagediensten den “Block der Rechten und Trotzkisten” geformt und mit “Schädlingsarbeit” versucht haben, den Staat zu unterwandern. Als Chefankläger fungierte wie in den beiden vorausgegangenen Prozessen Andrej J. Vyšinskij, als Richter der Armee-Militärjurist Vasilij V. Ulrich. 19 der 21 Angeklagten wurden zum Tode verurteilt; die restlichen zwei, Christian G. Rakowskij und Sergej A. Bessonov, zu 20 bzw. 15 Jahren Haft. Auch sie wurden später in der Haft erschossen. Genrich G. JagodaGenrich G. Jagoda

Nikolaj I. BucharinNikolaj I. Bucharin

Andrej J. VyšinskijNikolaj N. Krestinskij

Nikolaj N. KrestinskijAndrej J. Vyšinskij

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