1936: der 1. Moskauer Prozess

Der erste der drei Moskauer Prozesse fand vom 19. bis 24. August 1936 im Oktobersaal des Gewerkschaftshauses in Moskau statt und behandelte in der offiziellen Sprachregelung die Strafsache des „trotzkistisch-sinowjewistischen terroristischen Zentrums“. Den Vorsitz hatte der Militärjurist Vasilij V. Ulrich inne, die Anklage vertrat Staatsanwalt Andrej J. Vyšinskij, der auch Mitautor der Prozessdrehbücher war.

Es wurden 16 ehemals geachtete sowjetische Politiker angeklagt, sich gemeinsam mit dem im Exil lebenden Leo Trotzki gegen die Sowjetunion verschworen zu haben. Zu den Prominentesten gehörten Grigorij E. Zinov’ev und Lev B. Kamenev als ehemalige Mitglieder des Politbüros. Ihnen wurde unter anderem vorgeworfen, die Ermordung Stalins geplant und sich konterrevolutionär betätigt zu haben. Die Angeklagten – unter Folter auf ihre Rolle vorbereitet – gestanden, was ihnen vorgeworfen wurde. Stalin soll ihnen zugesichert haben, für ihren Dienst an der Partei ihr Leben zu verschonen. Jedoch wurden alle 16 Angeklagten zum Tode durch Erschießen verurteilt.

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