Im Rundfunk

Der Rundfunk berichtete wie nahezu sämtliche Medien in der DDR ausführlich über den Prozess. Den Auftakt der Berichterstattung bildete der „Bericht über den Herwegen-Prozeß“ von Karl Eduard von Schnitzler, dem Chefkommentator des Berliner Rundfunks und des Deutschlandsenders. Der Beitrag wurde einen Tag vor Prozessbeginn, am Abend des 23. April, einem Sonntag, über beide Kanäle ausgestrahlt.(1) Über den Prozessverlauf berichtete Schnitzler, der persönlich vor Ort war, von der Eröffnung bis zur Urteilsverkündung allabendlich nach 22.15 bzw. 22.30 Uhr in der Sendung Musik und Aktuelles im Berliner Rundfunk.(2) Nach Abschluss der Gerichtsverhandlung lief am Nachmittag des 30. Aprils im Berliner Rundfunk ein dreiviertelstündiger Beitrag zum Prozess.(3)

Die tägliche Berichterstattung ist für fünf der insgesamt sechs Verhandlungstage erhalten.(4) Die ca. halbstündigen Beiträge enthalten zahlreiche Ausschnitte aus dem Gerichtsverfahren. Durch Kommentare von Schnitzler werden die O-Töne von Richterin Benjamin, Oberstaatsanwalt Melsheimer und den Angeklagten in den Gesamtkontext des Prozesses eingeordnet sowie ihre Bedeutung und Kernaussagen unterstrichen. Dabei stellt Schnitzler immer wieder Bezüge zu der vermeintlichen Zersetzungsarbeit des Monokapitals in der DDR und den Hintermännern aus den Reihen der bundesrepublikanischen und der US-amerikanischen Regierung her.

Einführung in den ProzessEinführung in den Prozess

Bedeutung des SchaubildesBedeutung des Schaubildes

„Aufdeckung“ der Beziehungen des Angeklagten Brunderts zum britischen Geheimdienst.Beziehungen zum britischen Geheimdienst

Folter-VorwürfeFolter-Vorwürfe

Befragung des Angeklagten MüllerBefragung des Angeklagten Müller

Der 'Drahtzieher' HarrimanDer “Drahtzieher” Harriman

Schlusswort des Angeklagten MüllerSchlusswort des Angeklagten Müller

ManipulationManipulation

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