Ein neuer Tag X

Der EVG-Vertrag stellte den bundesdeutschen Versuch dar, zusammen mit Frankreich eine „Europäische Verteidigungsgemeinschaft“ zu gründen. Auslöser für den Wunsch nach einer gemeinsamen Armee war der Koreakrieg (1950-1953). In dieser Hochphase des Kalten Krieges wollte sich Kanzler Konrad Adenauer mit den westeuropäischen Nachbarn verbünden.

Dieses Vorhaben wurde zwischen Pankow und Ostberlin sehr kritisch gesehen. So schuf die DDR-Propaganda eine Analogiebildung zwischen NS-Organisationen und BRD-Institutionen. Es sollte der Eindruck entstehen, dass es nicht nur eine personelle Kontinuität zwischen NS-Staat und BRD gab – wie sie auch faktisch existierte –, sondern auch eine institutionelle. Dieser Logik zufolge wäre die Bonner Regierung ein „Hort“ des wiederauflebenden „Faschismus“, die „Faschisten“ Inspiratoren des EVG-Vertrags. Im Prozess selbst wie in der Medienkampagne in seinem Umfeld spielte der Vertrag eine große Rolle, wurde er doch als westdeutsche Idee zur Vorbereitung auf einen „dritten Weltkrieg“ sowie einen „neuen Tag X“ gedeutet.

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Adenauers SüppchenAdenauers Süppchen

Vorbereitungen auf einen neuen 'Tag X'Ein neuer “Tag X”

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Darum:Mobilisierung der Werktätigen

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