Pressereaktionen im Westen

Der Prozess gegen die „Hintermänner“ des 17.Juni wurde in der westdeutschen Presse eher mit mittelmäßigem Interesse verfolgt, wie etwa die Reaktionen in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, der Rheinischen Post und in der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung zeigen. Den Angeklagten wurde im Prozess vorgeworfen, die Regierung der Deutschen Demokratischen Republik mit einen Putsch zu Fall bringen zu wollen. Die RP, sowie die FAZ heben besonders hervor, dass der Prozess kurz vor dem ersten Jahrestag des Aufstandes vom 17. Juni 1953 begann.(1)

Die Rezeption in den USA und Großbritannien war sehr schwach. Es gab wenige Zusammenfassungen über den Prozess, in denen die Urteile und der Hintergrund der Anklage erklärt wurden. Man verwies aber darauf, dass der Zeitpunkt des Prozesses in der Woche vor dem 17. Juni nicht zufällig gewählt wurde, sondern eine Warnung an die ostdeutsche Bevölkerung gewesen sei.(2) Laut der Times sollte der Prozess das Bild eines „faschistischen Putsches“ aufrechterhalten. Die Zeitungen zeigten sich wenig überrascht darüber, dass keine ausländischen Korrespondenten den Gerichtssaal betreten durften.(3) Der Prozess an sich sei eine Farce gewesen.(4)

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